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Folge 16: Long-Covid – Was wir wissen und was noch unklar ist

So richtig Scheisse an Covid-19 ist, dass viele Menschen weiter leiden, nachdem die akute Covid-19-Erkrankung vorbei ist: Long Covid hat einen langen Schatten.

In der heutigen Folge blicken wir in die wissenschaftliche Literatur zu Long Covid und probieren, aufzudröseln, was für Arten von Long Covid es gibt, was die Symptome sind und, welche Fragen aus wissenschaftlicher Sicht noch ungeklärt sind.

Die Literatur deutet darauf hin, dass wir es mit drei Varianten oder Typen von Long Covid zu tun haben. Der erste Typus sind Schäden z.B. an der Lunge, am Herzkreislaufsystem oder neurologische Schäden, die die akute Covid-19-Erkrankung verursacht. Der zweite Long Covid-Typus ist eine Covid-19-Erkrankung, die wochen- oder monatelang andauert, aber weniger akut als zu Beginn ist. Und der dritte Long Covid-Typus ist ein Syndrom, das nach überstandener Covid-19-Erkrankung auftritt und auch Menschen mit leichterem Covid-19-Verlauf ereilen kann.

Diese dritte Variante von Long Covid ist speziell, weil das Krankheitsbild und die Diagnose von den Betroffenen selber definiert wurde. Doch bei diesem patient*innen-definierten Long Covid-Syndrom gibt es noch wissenschaftliche Unschärfen: Es könnte sein, dass ein Teil der Menschen mit diesem Krankheitsbild in Tat und Wahrheit nicht wegen einer Corona-Infektion leidet.

Was ist zu tun? Wir brauchen mehr wissenschaftliche Forschung zu diesem ätzenden Long Covid-Problem – und die Medien sollten weniger emotional und weniger skandalisierend über Long Covid berichten, damit sich der Diskurs nicht zuletzt zugunsten der Betroffenen versachlicht.

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